Im Spätsommer meines Lebens

Im Spätsommer meines Lebens Neulich habe ich mich bei dem Gedanken ertappt, dass ich auch nicht mehr die Jüngste bin. Dieser Gedanke kam nicht plötzlich und auch nicht dramatisch, er hat sich eher leise eingeschlichen. So wie man irgendwann merkt, dass man beim Schuheanziehen lieber sitzt. Nicht weil es nicht mehr anders ginge – aber … Weiterlesen

Einfach Mensch sein dürfen

Letzten Sonntag war Internationaler Frauentag. An diesem Tag tauchen viele Stimmen auf, viele Geschichten, viele Erfahrungen. Mir ist dabei wieder ein Text eingefallen, der vor einiger Zeit weltweit geteilt wurde: der Monolog von America Ferrera im Film Barbie.   Der Monolog bringt etwas auf den Punkt, das viele Frauen kennen: den Druck widersprüchlicher Erwartungen. Ferrera … Weiterlesen

Fasten mit den Wüstenvätern

Fasten mit den Wüstenvätern   In dieser Fastenzeit begleiten mich die Wüstenväter. Keine leichte Lektüre. Ihre Sätze sind knapp, fast spröde – und doch brennen sie. Einer von ihnen war Antonius. Achtzehn Jahre alt hört er im Gottesdienst einen Satz aus dem Evangelium: „Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkauf deinen Besitz, gib das Geld … Weiterlesen

Nicht alles, was ich denke, ist wahr

Nicht alles, was ich denke, ist wahr Der Mensch hält seine gedankliche Realität oft für echter als seine sinnliche Realität. Das ist ungefähr so, als würde man glauben, die Speisekarte sei nahrhafter als das Essen selbst. Ein fataler Fehler – und doch machen wir ihn täglich, meist schon vor dem ersten Kaffee. Denn in der … Weiterlesen

Nichts geht über selbstgemacht!

Nichts geht über selbst gemacht! Es gibt Texte, die liest man – und merkt erst später, dass sie noch immer da sind. Sie begleiten einen beim Tee, beim Blick aus dem Fenster, vielleicht sogar beim Griff zu den Wollsocken. So ging es mir mit einem Artikel über das Stricken. Ein Thema, das mir eigentlich fernliegt … Weiterlesen

Wenn das Jahr zu Ende geht

Wenn das Jahr zu Ende geht Zwischen Weihnachten und Neujahr verliert das Jahr seine Eile – und wir mit ihm. Man erzählt sich, dass sich in den zwölf Nächten zwischen Weihnachten und Dreikönig die Schleier lichten. Dass das, was sonst verborgen bleibt, für einen Augenblick sichtbar wird. Ob man an die Raunächte glaubt oder nicht: … Weiterlesen

Immer wieder neu erzählt

Immer wieder neu erzählt Liebe Leserinnen und liebe Leser, alle Jahre wieder liegt in diesen Tagen etwas in der Luft, das sich kaum festhalten lässt: ein Innehalten, ein leiser Zauber, eine Sehnsucht nach Licht mitten im Winter. Weihnachten kommt nicht laut daher. Es klopft eher sanft an unsere Türen und Herzen – mit einer alten … Weiterlesen

Inneres Zurücklehnen

Inneres Zurücklehnen Es gibt so Tage, da merke ich schon am Vormittag: Mein Kopf läuft heiß. Ein falscher Blick, eine unbedachte Bemerkung, eine Kleinigkeit – und zack, ich habe eine Meinung dazu. Meistens keine besonders hilfreiche.Der römische Stoiker Marc Aurel hat das vor fast zweitausend Jahren auf einen Punkt gebracht: „Alles ist Meinung, und diese … Weiterlesen

Warum Nachdenken

Warum Nachdenken heute fast schon rebellisch wirkt Je älter ich werde, desto öfter frage ich mich:Ist es eigentlich erwünscht, dass wir nachdenken?Oder sollen wir lieber funktionieren?   Wir leben in einer Zeit, in der vieles laut ist. Erwartungen, Vorgaben, Meinungen, Regeln. Es gibt Normen, Abläufe, Routinen – und unendlich viele Stimmen, die uns sagen, wie … Weiterlesen

Angekommen im eigenen Leben

Angekommen im eigenen Leben Ich denke viel nach – nicht, weil ich zu viel Zeit habe, sondern weil ich mir die Zeit nehme. Es ist ein bewusstes Innehalten. Ein Stillwerden, ein genauer Hinschauen. Wenn die Welt leiser wird, tauchen Fragen auf, die mich lange begleiten – manchmal über Jahre.Was soll all das hier? Warum bin … Weiterlesen