Liebe Leserinnen und liebe Leser,
alle Jahre wieder liegt in diesen Tagen etwas in der Luft, das sich kaum festhalten lässt: ein Innehalten, ein leiser Zauber, eine Sehnsucht nach Licht mitten im Winter. Weihnachten kommt nicht laut daher. Es klopft eher sanft an unsere Türen und Herzen – mit einer alten Geschichte, die doch jedes Jahr neu erzählt werden will.
Alle Jahre wieder hören wir die alte Geschichte,
von einem Anfang erzählt sie, von einer Geburt.
Von Mutter und Kind.
Von Tieren und Hirten und Engeln.
Sie erzählt:
Da setzte einer einen Anfang;
Wo unsere Wege enden.
Da wirkte einer eine Wandlung,
wo wir an das Gewordene
gebunden bleiben.
Ein Mensch, der liebte.
Auf eigene Gefahr.
Wir feiern seine Geburt
und wünschen uns,
dass wir ihm ähnlicher werden
und so seine Geburt, sein Anfang,
auch in uns geschieht.
(Verfasser unbekannt)
Vielleicht ist es genau das, was wir in diesen Tagen brauchen: die Erinnerung daran, dass Gott dort neu beginnt, wo wir oft nur noch Grenzen sehen. Dass Liebe ein Risiko ist – und zugleich die größte Hoffnung. Und dass Weihnachten nicht nur eine Erinnerung an damals ist, sondern eine Einladung an uns heute: dem Anfang Raum zu geben, der auch in uns geschehen will.
Ich wünsche Ihnen und euch ein gesegnetes Weihnachtsfest, stille Momente voller Wärme, offene Augen für das Kleine und Unspektakuläre – und den Mut, sich berühren zu lassen von diesem Anfang, der die Welt verändert.
Von Herzen frohe Weihnachten
Eine Träumerin